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Kunst und Kultur haben Wien berühmt gemacht. Aber auch Wissenschaft und Forschung haben in der Geschichte der Stadt einen bedeutenden Platz. Es sind vor allem die Physiker, die von Wien aus zu Weltruhm gelangten. Man denke an Ludwig Boltzmann, Erwin Schrödinger, Lise Meitner oder Wolfgang Pauli. Heute sind es die aufsehenerregenden Experimente der Wiener Quantenphysiker, die für Schlagzeilen in der ganzen Welt sorgen. Aber auch die Psychoanalyse Sigmund Freuds oder die Graugans-Experimente eines Konrad Lorenz sind untrennbar mit der Stadt verbunden. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Wien auch zu einer Filmstadt gemausert. Aus Sicht des Wissenschaftsfilms sind es vor allem die Produktionen von Universum und Terra Mater, die von zahlreichen europäischen Fernsehstationen angekauft und gesendet werden.

In fast jedem europäischen Land gibt es inzwischen ein Wissenschaftsfilmfestival. Die beiden größten sind wahrscheinlich die Festivals in Paris/Frankreich und Olomouc/Tschechien. Aber es gibt auch Festivals in Waasa/Finnland, in Moskau/Russland, in England, Spanien oder Italien.

Wien, eine wunderbare Stadt in der tatsächlichen Mitte Europas, ist ein besonders attraktiver Standort für ein Wissenschaftsfilmfestival, das Fernsehmacher aus ganz Europa zusammenführt. Als Träger des Festivals fungiert ein gemeinnütziger Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, ein derartiges Festival in Österreich zu etablieren. Unterstützung fand der Verein von Anfang an aus der Science-Community. In den letzten Jahren erkannte man auch in der Österreichischen Fernsehwelt das Potential einer derartigen Veranstaltung, zudem gelang es, sich international zu vernetzen.